Netz der Träume

Heute habe ich etwas großartiges entdeckt!

Und da ich ein gut erzogener Junge bin, möchte ich das mit allen teilen, die ich hier erreichen kann. Was für einen Sinn macht das Internet denn sonst, wenn man nicht teilt, was man weiß oder hat? Wie sagte schon der Philosoph Manfred Hinrich:

„Die nicht teilen, sind nicht ganz Ganz.“

Genau! Die Anhänger des alten Systems von „Meins, Meins, Meins“ oder „Jedem das seine, aber mir das meiste!“ hätten diese bahnbrechende Erfindung wohl nie das Licht der Welt erblicken lassen, wenn sie geahnt hätten, dass das WWW für verkrustete Ansichten und Strukturen die Büchse der Pandora darstellt.

Aber das ist eine andere Geschichte und darüber läßt sich vortrefflich streiten. Vielleicht ein anderes mal. Dieser Artikel dreht sich ja eigentlich um was ganz anderes, nämlich meine Entdeckung:

Gnod

Schon mal davon gehört? Ich (bis heute) nicht!
„Ey, Alter, sach ma, wo lebst ’n Du?“, höre ich wieder mal die Internet-Hipster aufschreien. Ich traue mich gar nicht zu erwähnen, dass dieses Angebot schon seit 2004 am Start ist, was für das Internet tatsächlich Steinzeit Mittelalter bedeutet.
Ist ja schon gut. Ich fühl mich gedemütigt genug. Können wir jetzt endlich mal zur Sache kommen? Also:

Das Global network of dreams , kurz Gnod wurde von Mastermind Marek Gibney erdacht und bietet gleich vier Optionen seinen Träumen nachzugehen. Auf den Gebieten Bücher, Filme, Musik und Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten.

Klar wie Kloßbrühe, dass mich die Musiklandkarte am meisten anspricht. Und die anderen Angebote sind auch seehr interessant. Aber immer langsam mit die jungen Pferde. Alter Mann ist kein D-Zug und Multitasking eh nicht so mein Ding (hüstel).

Wie funktioniert’s? Super einfach! Man gibt Künstler oder die Gruppe ein, die man mag, z.B. ‚The Police‘ und schon taucht eine interaktive Landkarte mit weiteren Künstlern bzw. Gruppen auf, die andere User ebenfalls hören, wenn sie The Police mögen. Genau dasselbe bei Büchern und Filmen.

Natürlich wird man aufgefordert, seinen Geschmack auch mitzuteilen, aber so funktioniert es eben – das Internet ist ein geben und nehmen, so war es immer gedacht. Und lasst euch von der Gema, den großen Konzernen oder eurer Regierung nichts anderes erzählen. Die haben es halt einfach noch nicht verstanden.

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